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                                                                                                                                   Essen, den 26. Juni 2020

Liebe Mitglieder und Gäste unserer Kirchengemeinde,

auch heute fange ich meine “Freitagsmail” wieder an mit dem Wunsch: “Ich hoffe, dass es Ihnen gut geht”.

Heute war für viele Kinder der letzte Schultag. Mancher fährt in den nächsten Tagen in den Urlaub – z.T. an andere Orte, als ursprünglich geplant. Allen, die in den nächsten Tagen und Wochen unterwegs sind, wünsche ich, dass Sie dann heil und gesund auch wieder zurückkommen.  Und egal, ob Sie wegfahren oder zu Hause bleiben: Ich wünsche Ihnen allen eine schöne Sommerferienzeit, gute Erholung und manche positive Erfahrung und Begegnung.

Für mich sind die Sommerferien eine große Zäsur: Da ist die Hoffnung, dass nach den Sommerferien doch ein noch höheres Maß an Normalität wieder möglich ist – in ganz vielen Bereichen, aber auch in unserer Kirchengemeinde. Dass Gruppen und Kreise dann wieder - wie im Moment anvisiert - sich treffen können, dass die Konfirmationen zumindest in der Art und Weise stattfinden können, wie ich sie am letzten Freitag beschrieben habe, dass viele Menschen ohne Sorge und mit einem guten Gefühl unsere Gottesdienste (wieder) besuchen … .. Viele Erwartungen für die Zeit nach den Ferien – aber auch manche Befürchtung, dass Dinge auch wieder schwieriger werden. Die letzte Woche hat ja deutlich vor Augen geführt, wie schnell die Pandemie wieder an Fahrt aufnehmen kann. Daher hoffe ich, dass in unserem Land (du natürlich auch anderswo) möglichst viele Menschen sensibel bleiben und die verständlichen eigenen Freiheitswünsche nicht über das Wohl und den Schutz des Mitmenschen stellen. Und ich hoffe, dass Politikerinnen und Politiker die Weisheit haben,
die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und vielleicht ist es zur Zeit besonders sinnvoll, nicht (nur) über Politiker und andere Entscheidungsträger zu schimpfen (was ich auch nicht völlig falsch finde, da es ja doch manchmal Anlass dazu gibt), sondern, wie es das Neue Testament empfiehlt, für die Entscheidungsträger zu beten, um Weisheit für sie zu bitten – besonders in dieser Zeit, wo oft ja keiner so wirklich weiß, welche Maßnahmen jetzt richtig sind.

Irgendwie ist es zu einer Tradition geworden, dass ich Ihnen  jeden Freitag geschrieben habe, um Informationen weiterzugeben, aber auch, um so den Kontakt zu in unserer Gemeinde aufrecht zu halten in Zeiten, in denen andere Kontaktformen kaum möglich waren. Vor einigen Wochen habe ich geschrieben, dass ich diese wöchentlichen Freitagsmails bis zu den Sommerferien fortführen werde. Jetzt sind wir in den Sommerferien angelangt. Da ich selbst erstmal im Urlaub bin, wird es zumindest in den kommenden Wochen keine Mail von mir geben. (Mancher wird da vielleicht denken: “Wie gut!” – andere vielleicht auch “schade” – und viele wahrscheinlich auch “ist mir eigentlich egal”). Auch nach meinem Urlaub werde ich aller Voraussicht nach nicht wieder damit  anfangen, jede Woche eine Mail zu schreiben. Der sprichwörtliche Satz “Nichts ist für die Ewigkeit” gilt vom christlichen Glauben her zwar nicht: Für den christlichen Glauben gilt, dass die Liebe für die Ewigkeit ist, da das Wesen des ewigen Gottes Liebe ist und deswegen alles, was in Liebe getan wird, ewigkeitswert  hat. Und deswegen auch die Liebe das entscheidende Kriterium unseres Handelns sein soll.

Gleichwohl gilt das “Nichts ist für die Ewigkeit” für sehr viele Dinge – und ganz sicher auch für meine Freitagsmail. Wahrscheinlich werde ich in und nach den Ferien mich weiterhin ab und an per Mail melden: Zum einen, wenn Einladungen oder Informationen weiterzugeben sind – und das wird sicher des öfteren der Fall sein. Zum anderen aber vielleicht auch mal einfach so – denn der Wunsch besteht bei mir weiter, den Kontakt zu behalten und die Verbundenheit in unserer Gemeinde auch auf diese Art zu pflegen, auch wenn  (hoffentlich) die sonst üblichen Gemeindeangebote und –veranstaltungen wieder anlaufen. Aber wie gesagt: Nicht weiterhin regelmäßig jede Woche eine Mail (und wenn, dann auch nicht unbedingt an einem Freitag).

Ich danke Ihnen, wenn Sie in den letzten Monaten meine Mails gelesen haben
– selbstverständlich ist das ja nicht, da ich Ihnen schließlich ungefragt regelmäßig geschrieben habe.

Ich wünsche Ihnen jetzt erstmal ein schönes Wochenende und dann eine gute Sommerferienzeit.

Seien Sie behütet und hoffentlich bis bald, Oliver Ruoß



P.S.: Unsere Gottesdienste finden jetzt ja wieder regelmäßig statt (sonntags 10:30 Uhr).
Und da unsere Kirche groß ist, haben wir dort auch unter Wahrung des Sicherheitsabstands ausreichend viele Plätze (ich betone das, weil mir mehrere Menschen erzählt haben, dass sie bewusst nicht zu Gottesdiensten gekommen sind, um anderen nicht den Platz wegzunehmen. Diese Rücksichtnahme ist derzeit nicht notwendig). Wir werden aber – jedenfalls in aller Regel – auch das Angebot weiterführen, Teile des Gottesdienstes auf Video aufzunehmen und am Sonntagnachmittag auf die Homepage zu stellen.