ich hoffe, dass es Ihnen gut geht!
Heute möchte ich gerne wieder auf einige Veranstaltungen in unserer Kirchengemeinde hinweisen und dazu einladen.
Der Gottesdienst an diesem Sonntag (1. März) findet um 18.00 Uhr in der Kirche statt. Dieser Gottesdienst wird zusammen mit unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden vorbereitet, die in diesem Gottesdienst zum ersten Mal zum Abendmahl eingeladen sind. Dieser Gottesdienst ist aber ausdrücklich nicht nur für Konfirmandinnen und Konfirmanden und deren Familien gedacht, sondern für alle Interessierten. Wer etwa den Stil der Anders-Werden-Gottesdienste mag (mit Band, moderner Musik und kreativen Elementen), ist bei diesem Gottesdienst genau richtig.
Die beiden Gottesdienste danach sind dann wieder „ganz normale“ Gottesdienste.
Am 9. und 11. 3. finden die diesjährigen ökumenischen Bibeltage statt: Am Montag, 9.3. in Haus Fuhr (Heckstraße 16), am 11.3. in der Begegnungsstätte im Luciusdorf. Beginn ist jeweils 19.00 Uhr. Gemeinsam nachdenken über biblische Texte – das verbindet uns als katholische und evangelische Christinnen und Christen miteinander. Die ökumenischen Bibeltage sind eine Gelegenheit, mit der Bibel und mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Wir werden uns mit Texten aus dem Propheten Jeremia aus dem Alten Testament beschäftigen und mit der Frage, welche Bedeutung diese Texte für unser Leben haben. Eingeleitet werden die ökumenischen Bibeltage mit dem Gottesdienst am 8.3. (10.30). Abschluss ist der Gottesdienst am 15.3., in dem Diakon Frank Kühbacher die Predigt hält.
Wie in jedem Jahr finden auch in diesem Jahr wieder kurz vor den Osterferien (19.- 22. März) unsere Kinderbibeltage statt:
Unter dem Titel „David – ein Kleiner kommt groß raus“ lernen die Kinder durch ein spannendes Theaterstück und kreative und abwechslungsreiche Gestaltungselemente mit Spielen und Basteln die Geschichte des Königs David aus der Bibel kennen und setzen sich damit auseinander, was seine Geschichte heute noch mit unserem Leben zu tun haben kann.
Eingeladen sind alle Kinder ab dem Vorschulalter (die in diesem Jahr 2026 in die Schule kommen) bis einschließlich dem 6. Schuljahr, wobei wir uns in altersspezifische Gruppen aufteilen. Die Einladung richtet sich an alle interessierten Kinder – unabhängig von Konfessions- bzw. Religionszugehörigkeit.
Wenn Sie selbst Kinder oder Enkelkinder im entsprechenden Alter haben – herzliche Einladung an Ihre Kinder bzw. Enkelkinder, daran teilzunehmen. Geben Sie die Einladung doch auch gerne weiter an Bekannte und Verwandte, für die das interessant sein könnte. Der Einladungsflyer kann ab dem 27.02. unter www.kirche-werden.de heruntergeladen werden. Im Flyer gibt es weitere Informationen – insbesondere auch zum Anmeldeverfahren, das am 28.02. beginnt und bei dem zu beachten ist, dass wir auf Grund der sehr großen Resonanz im vergangenen Jahr in diesem Jahr eine Teilnehmerbegrenzung vornehmen müssen.
Ermöglicht werden die Kinderbibeltage durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher. Wenn Sie möglicherweise auch Interesse haben, sich an dieser oder an einer anderen Stelle – regelmäßig oder auch sporadisch – in unserer Kirchengemeinde zu engagieren, melden Sie sich sehr gerne bei mir. Ich bin mir sicher, dass wir da ein passendes Betätigungsfeld finden (z.B. bei den Kinderbibeltagen, im Besuchsdienst, beim Austragen der Gemeindebriefe, im Vorbereitungsteam der „Anders-Werden-Gottesdienste“, im Team „Kirchencafe“, im Team der ehrenamtlichen Küsterinnen und Küster,.….). Gemeinde wird um so lebendiger, je mehr Menschen sich einbringen. Und wo man sich einbringt, wachsen auch die eigene Verbundenheit und der Kontakt mit anderen. –
Angesichts des heutigen Datums (24.02.) muss ich zumindest kurz noch auf ein weiteres Thema kommen: Heute ist der vierte Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine. Mittlerweile schon vier Jahre dauert dieser barbarische Krieg. Ich habe den Eindruck, dass in unseren Breitengeraden (und ja auch bei mir) eine gewisse Gewöhnung an diesen Zustand eingetreten ist – wohl auch deswegen, weil wir selbst und unser eigenes Leben aktuell nicht direkt betroffen sind von dem Krieg. Vielleicht auch deswegen, weil es so viele andere Krisen und Kriege gab und gibt (der Krieg in Israel und Palästina, der kaum beachtete Bürgerkrieg im Sudan, die Situation im Iran,…). Und vielleicht auch, weil wir ein Stück weit müde und resigniert sind, weil wir ja doch nichts ändern können. Zwei Sachen möchte ich zumindest doch tun – und daran erinnert mich der heutige schlimme Jahrestag: Für die Menschen in der Ukraine und an vielen anderen Orten beten, die von Krieg und Gewalt bedroht sind. Dazu gehört dann auch, dass ich eine Zeile aus dem Vaterunsergebet manchmal bewusster als sonst bete – nämlich den Satz: „Erlöse uns von dem Bösen.“ Böse ist all das, wo Menschen andere Menschen opfern, um ihre eigenen Ziele zu erreichen, wo Menschen bereit sind, das Glück, die Gesundheit, das Leben anderer zu zerstören, um die eigenen Interessen durchzusetzen. Das ist sehr deutlich in den imperialistischen Kriegen und Drohgebärden unserer Tage, das ist aber ja auch da gegeben, wo etwa Klimaschutz und Erhaltung der Lebensgrundlage für unsere Kinder und Enkel für den eigenen Profit mit Füßen getreten werden. Das ist ja tragischer Weise gerade aktuell in der vorletzten Woche wieder in den USA geschehen (wo sich die Petro- und Kohle-Lobby massiv durchgesetzt hat – wohl wissend, welche fatalen Auswirkungen das auf die Zukunft hat), aber ja z.T. durchaus auch bei uns. Natürlich ist mir bewusst, dass die ökonomischen Auswirkungen der notwendigen Klimamaßnahmen klug bedacht werden müssen und es auch da keine einfachen Lösungen gibt – aber es geht eben um die Grundfrage, ob man nur auf das eigene (oftmals wirtschaftliche) Wohlergehen und die eigenen Interessen schaut, oder eben auch darauf, was für die Mitmenschen gut und richtig ist. (Deswegen geht es hier ja auch nicht um fachspezifische politische Fragen, bei denen Kirche(nvertreter) sehr zurückhaltend sein und sich in der Regel nicht äußern sollten, sondern es geht um grundlegende ethische Fragen). „Erlöse uns von dem Bösen“ – von dem Bösen in seiner mörderischen Gestalt der Angriffskrieger – auch von dem Bösen in mir selbst, wo ich selbst egoistisch bin und keinen Blick habe für meine Mitmenschen.
Das ist das eine, das Beten für die Menschen. Das andere ist, dass ich mich selbst in meinem kleinen Umfeld für mehr Frieden, Verständnis und Versöhnung einsetze, selbst versuche, eine Friedensstifterin oder ein Friedensstifter zu sein. Deswegen schließe ich mit dem Franz von Assisi zugeschriebenen Friedensgebet (bei dem ich bei einigen Passagen gerne mit dem Verfasser diskutieren würde, wie das zu verstehen und umzusetzen ist – das mich aber grundsätzlich seit Jugendtagen angesprochen und berührt hat):
Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens, dass ich Liebe über, wo man sich hasst; dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt; dass ich verbinde, wo Streit ist; dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist; dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht; dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält; dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert; dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt. Herr, lass mich trachten, nicht (hier würde ich gerne ergänzen: „nur“), dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste; nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe; nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. Denn wer sich hingibt, der empfängt; wer sich selbst vergisst, der findet; wer verzeiht, dem wird verziehen; und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen
Herzliche Grüße, bleiben Sie behütet und hoffentlich bis bald wieder, Oliver Ruoß