zu uns Menschen im Kind von Bethlehem gilt – und sie ist vielleicht besonders bedeutsam in Zeiten, wo die Welt ein Stück weit aus den Fugen geraten scheint.
Nach intensiven Überlegungen hat das Presbyterium ein Gottesdienstprogramm für Weihnachten beschlossen, das hier erläutert werden soll. Denn es ist ja leider völlig klar, dass die sonst üblichen Gottesdienste an Heiligabend und Weihnachten mit z.T. überfüllter Kirche in diesem Jahr so nicht möglich sind. Bei den Planungen für die Gottesdienste haben wir versucht, möglichst vielen Menschen ein schönes Gottesdiensterlebnis zu ermöglichen und gleichzeitig so viel Sicherheit wie möglich zu gewährleisten, so dass man auch tatsächlich mit einem guten Gefühl einen Gottesdienst besuchen kann. Angesichts unserer begrenzten Ressourcen an „Personal“ (im Bereich Pfarrerschaft, Kirchenmusik, ehrenamtlicher Küsterdienst, PresbyterInnen und zusätzliche Helferinnen und Helfer) und Raumkapazität ist nicht alles realisierbar, was wünschenswert wäre – aber immerhin doch eine ganze Menge.
Da wir bei allen Gottesdiensten den Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen Angehörigen verschiedener Hausstandsgemeinschaften einhalten müssen, ist die Besucherzahl für die einzelnen Gottesdienste begrenzt (in Haus Fuhr auf ca. 80 Personen, in der Kirche auf etwa 150 Personen pro Gottesdienst) . Um diese notwendige Begrenzung einzuhalten und die von der Coronaschutzverordnung geforderte Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, ist der Besuch eines unserer diesjährigen Weihnachtsgottesdienste nur nach vorheriger Anmeldung und erfolgter Anmeldebestätigung möglich. Ich hoffe sehr auf und bitte Sie herzlich um Ihr Verständnis für diese Maßgabe: Sie ist von den gesetzlichen Anforderungen her unverzichtbar und auch aus organisatorischen Gründen notwendig. Und sie dient der Sicherheit aller Teilnehmenden.
Wie viele Menschen einen Gottesdienst besuchen können, ist jeweils davon abhängig, wie viele Einzelpersonen und wie viele (und wie große) Hausstandsgemeinschaften einen Gottesdienst besuchen, da zwischen diesen ja die Abstände gewahrt werden müssen. Um möglichst vielen Menschen den Gottesdienstbesuch zu ermöglichen, werden wir in diesem Jahr zwei Gottesdienste für Familien mit kleinen Kindern ( Kinder im Kindergartenalter und jünger) und zwei Familiengottesdienste für Familien mit Kindern ab Grundschulalter durchführen, eine Christvesper, eine Christmette und einen Gottesdienst am 1. Weihnachtstag. (Der traditionelle Swing-Gottesdienst am zweiten Weihnachtstag kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Es gibt dann aber am 27.12. – quasi am „3. Weihnachtstag“ – wieder einen „normalen“ Gottesdienst.)
Die Familiengottesdienste für Kinder mit kleinen Kindern (Kindergartenalter und jünger) finden an Heiligabend um 13. 45 und 14.45 Uhr im Großen Saal von Haus Fuhr (Heckstraße 16) statt und dauern etwa eine halbe Stunde. An beiden Gottesdiensten können jeweils bis zu 20 Familien bzw. Hausstandsgemeinschaften teilnehmen (mit maximal fünf Personen – größere Hausstandsgemeinschaften müssen „gesplittet werden“).
Die Familiengottesdienste für Familien mit größeren Kindern finden um 15.00 Uhr und 16.30 Uhr in der Kirche statt und werden etwa 40 Minuten dauern.
Die Christvesper findet in diesem Jahr um 18.30 Uhr als Openair-Gottesdienst im Kirchpark der Evangelischen Kirche statt – er wird ca. 40 Minuten dauern. Bei diesem Gottesdienst gibt es nur Stehplätze (für bis zu ca. 250 Personen). Ein Openair-Gottesdienstes bringt besondere Herausforderungen mit sich, da gutes Wetter nicht planbar ist. Wir haben beschlossen, dass der Openair-Gottesdienst auf jeden Fall durchgeführt wird – auch bei Wind und Regen (sofern es keine Wetterwarnung gibt). Bei passendem Wetter kann das ein ganz besonders schönes Erleben werden. Bei schlechtem Wetter muss man auch damit leben und sich darauf einstellen. (Um genau so vielen Menschen einen Gottesdienst in der Kirche zu ermöglichen, müsste man auch hier zwei Gottesdienste nacheinander durchführen, was zeitlich gar nicht möglich ist, da ja auch zwischendurch gelüftet werden müsste. Andererseits ist es aus organisatorischen Gründen auch nicht möglich, auch andere der Gottesdienste open air durchzuführen).
Um 23.00 Uhr findet in der Kirche die besinnliche Christmette statt, am 25. Dezember um 11.00 der Gottesdienst am 1. Weihnachtstag .
Auch wenn natürlich ein Infektionsrisiko nie völlig auszuschließen ist, scheint dies doch bei den so geplanten Gottesdiensten gering: Sowohl der Große Saal in Haus Fuhr als auch die Kirche sind sehr große und hohe Räume. Bei allen Gottesdiensten wird die Maske getragen, man sitzt (bzw. steht beim Openair-Gottesdienst) auf Sicherheitsabstand. Außerdem gibt es in Haus Fuhr und in der Kirche Belüftungsanlagen. (In Haus Fuhr tauscht diese die Luft während eines Gottesdienstes komplett aus – in der Kirche reicht die Anlage dafür zwar nicht aus, sie bewirkt aber auf jeden Fall einiges an Luftverbesserung und Aerosol-Abführung). Bei den Gottesdiensten (wahrscheinlich mit Ausnahme des Openair-Gottesdienstes) verzichten wir (leider notwendig) auf Gemeindegesang.
Laut unseren Planungen können etwa 800 – 1000 Menschen an Heiligabend und Weihnachten einen Gottesdienst in unserer Kirchengemeinde besuchen. Das sind deutlich weniger Menschen als normalerweise zu Weihnachten. Aber es ist für die aktuellen Gegebenheiten doch immerhin ein relativ umfangreiches Angebot. Zusätzlich werden wir an Heiligabend mehrere vorab auf Video aufgezeichnete Weihnachtsgottesdienste auf unsere Homepage stellen. Und am zweiten Weihnachtstag das Video eines Swing-Gottesdienstes aus den vergangenen Jahren.
Im Zeitraum vom 10. bis 17. Dezember kann und muss man sich bei Interesse über unsere Homepage (www.kirche-werden.de) für (nur) einen der Gottesdienste anmelden. Buchungsbestätigung und Platzvergabe erfolgt entsprechend der Reihenfolge der Anmeldungen per Emailbenachrichtigung. Ich bitte darum, sich nicht „vorsorglich“ per Anmeldung eine Platzreservierung zu sichern, die man dann möglicherweise gar nicht wahrnehmen wird. Dadurch nimmt man anderen Menschen den Platz weg. Anmeldungen sind nur für Einzelpersonen oder Hausstandsgemeinschaften möglich (als Hausstandsgemeinschaft zählt man, wenn man im gleichen Haus wohnt.) Bei der Anmeldung ist die Angabe der Kontaktdaten (Name von jedem Mitglied einer Hausstandsgemeinschaft, Adresse und Telefonnummer für die mögliche Rückverfolgbarkeit ) notwendig (die angegebenen Daten werden nach vier Wochen vernichtet). Auf der Homepage werden rechtzeitig noch weitere Erläuterungen zum Anmeldeverfahren und zu den Gegebenheiten bei den einzelnen Gottesdiensten stehen. Da das Anmeldeverfahren für uns als Kirchengemeinde sehr aufwändig ist, bitten wir dringend darum, das Buchungsverfahren über die Homepage zu nutzen. Wenn Sie dazu keine Möglichkeit haben (und auch keine anderen Menschen bitten können, dies für Sie zu übernehmen), können Sie sich während der Öffnungszeiten des Gemeindebüros in dieser Woche (Dienstag-, Mittwoch- und Donnerstagvormittag zwischen 9.00 und 12.00 Uhr) dort auch telefonisch anmelden ( 493325). (Bitte nicht persönlich vorbeikommen, da das Gemeindebüro wegen der geltenden Coronaregeln im Dezember für den Publikumsverkehr geschlossen ist).
Mir ist bewusst und ich bedaure, dass in diesem Jahr auch in Bezug auf Gottesdienste alles komplizierter ist als sonst und viele Reglementierungen zu beachten sind. Ich wünsche uns allen aber , dass wir trotz allem ein schönes und gesegnetes Weihnachtsfest erleben, wo uns die Weihnachtsbotschaft vielleicht besonders berührt, tröstet und ermutigt – und dass wir uns vielleicht in einem unserer Weihnachtsgottesdienste (oder auch in einem der anderen Gottesdienste, wo es meist weniger Platzprobleme gibt) sehen.
Oliver Ruoß